Rücksicht ist Trumpf

Smiley für rücksichtsvolles Fahren
Smiley für rücksichtsvolles Fahren. KI-generiert von Lumo

Erstem grünen Antrag wird stattgegeben. Mobile Smileys kommen

Barbing. Kein Zweifel, der Verkehr auf unseren Straßen nimmt stetig zu. Und damit steigt die Unfallgefahr. Zumal die Fahrzeuge voluminöser werden, und langsamer fährt hierzulande auch kaum jemand. Daher macht es Sinn, die Fahrenden gelegentlich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen zu erinnern. Optimal dafür sind elektronische Smileys. Man sieht sie überall im Landkreis. In Barbing eher nicht. Daher haben unsere Gemeinderät:innen Melanie Jans und Wolfgang Höpfl zusammen mit der Ortsgruppe von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN einen Antrag ausgearbeitet, um insgesamt sechs dieser Geräte vorhalten zu können. Unseres Wissens waren zwei bereits in der Gemeinde vorhanden. Diese waren jedoch weder energetisch sinnvoll, also ohne Photovoltaik, noch technisch auf dem Stand. Laut Auskunft der Verwaltung würden sie ohnehin ersetzt werden.

Höpfl und Jans beantragten daher den Erwerb von weiteren vier Tafeln nach neuestem technischen Stand. Das wäre eine Investition von circa 8000 Euro. Vorgeschlagen wurden Standorte in Barbing, Sarching und Friesheim. Sachkundige und die Verkehrspolizei müssten mit ins Boot geholt werden. Jetzt steht der Plan mit Abweichungen. In der jüngsten Gemeinderatssitzung vom 4. August 2026 hat das Gremium den Erwerb beschlossen. Dabei wurde bekannt, dass neben den zwei geplanten Ankäufen, mit denen die alten Tafeln ersetzt werden sollen, die Gemeinde bereits ein drittes Gerät kaufen wird. Der Rat beschloss daraufhin den Kauf von einer weiteren dieser Smiley-Tafeln, so dass dann vier insgesamt im Gemeindeeigentum wären. In Abweichung zum eigentlichen Antrag sind diese nun für den mobilen Einsatz vorgesehen. Ausschlaggebend war die Erfahrung der Polizei. Mit dem Anbringen an verschiedenen Orten im Gemeindegebiet sollen Gewöhnungseffekte verhindert werden.

Bei allem geht es um Prävention und die Verbesserung der Lage der Verkehrssicherheit. Stichwort Birkenweg: Hier ist die Situation gerade für Verkehrsanfänger auf dem Weg zur Bushaltestelle oder Grundschule prekär. Es fehlt beispielsweise ein Bürgersteig, so dass unsere kleinen Passanten über Strecken ungeschützt sind. Schnelles Fahren oder auch die oft nicht beachtete Rechts-vor-Links-Regel an der Einmündung in die Neutraublinger Straße verschärfen die Situation. Und das ist nicht der einzige Ort, an dem die motorisierten Verkehrsteilnehmer zu erhöhter Aufmerksamkeit gebeten werden sollten. Auch die Regensburger Straße ist gern einmal Rennstrecke für Autos und Motorräder. Mobilität ist wichtig, aber nicht um jeden Preis oder um die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer. Die Zeiten von „Motorkraft vor Muskelkraft“ sind schließlich seit den 1950er-Jahren ad acta. Heute gilt die Straßenverkehrsordnung. Und die sagt schon in § 1: „Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.“

Das Beitragsbild hat ausschließlich Symbolwert und wurde mit Künstlicher Intelligenz erstellt (lumo.proton.me).

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